Geschwindigkeitsmessstationen

Ich finde die eigentlich sehr gut.
Diese Geschwindigkeitsmessstationen an Ortseingängen.
Da bremse ich automatisch mein Auto runter, schon bevor die erste Anzeige aufleuchtet. Aber oft lese ich darauf nicht nur die eigenen Stundenkilometer, meistens sehe ich darunter noch ein freundliches, grünes oder ein trauriges, rotes Gesicht.
Je nachdem. Und das stinkt mir!
Denn manchmal bin ich gerade mal 1km/h zu schnell.
Aber die Geschwindigkeitsmessstation bleibt hart.
Gnadenlos leuchtet da ein rotes, trauriges, böses Gesicht auf. Jedes Mal denk ich mir: „Och komm! Ein bisserl Kulanz!
Wegen dem Fliegenschiss muss man doch nicht gleich so absolut negativ reagieren!“
Warum gibt es kein Signal, das irgendwie dazwischen liegt?
Ein Signal, das dem Fahrer sagt:
„O.k., wollen wir mal nicht so sein. Du weißt selbst, dass Du langsamer fahren könntest. Ist aber jetzt nicht so schlimm. Schwamm drüber. Beim nächsten Mal kriegst Du’s hin mit den 50 km/h. Du schaffst das. Ich glaube an Dich. Hey, Du, hm?“
Warum gibt’s hier nur gut oder böse? Ich finde, das überträgt sich gerade auf jede gesellschaftliche bzw. politische Diskussion. Wenn man auch nur 1 km/h neben der Meinung des anderen liegt, dann ist man schon ein Gegner oder sogar Feind. Sofort schaltet das Signal auf rot und böse.
Nix dazwischen, was beide Seiten beruhigt bzw. miteinander ins Gespräch kommen lässt.
Bei den Geschwindigkeitsmessstationen an Ortseingängen fängt das schon an. Das war mein Wort zum Montag!