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realer Albtraum

18.01.
Stellt Euch vor, Ihr steht gleichzeitig mit acht Leuten auf der Bühne und alle warten auf Deinen Text, damit sie weitermachen können. Du stehst da und Du weißt, dass Du bis vor Kurzem noch genau wusstest, was jetzt zu tun wäre, aber eben genau jetzt ist es weg. Alle starren Dich an und fangen auch an, für Dich nachzudenken. Einer kommt dann auf die Lösung und will es Dir mitteilen, Du kapierst es aber nicht und machst einfach irgendwo weiter… ist mir am Samstag erstmalig passiert. Da werden plötzlich Sekunden zu Stunden und man stirbt ein paar Tode und das Komischste dabei: das Publikum hat nix gemerkt.



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geschrieben von : Michael Altinger am 18.01.2012 um 13:21


der nackte Wahnsinn

01.01.12
Ich wünsch uns allen das Übliche zum neuen Jahr. Gesundheit, Frieden, weniger Rauchen, Essen aufhören und mehr Trinken und so. Vor allem wünsch ich Euch aber, dass Ihr an einem ganz besonderen Erlebnis teilhaben könnt. Vom 10.01. bis zum 11.02. spiele ich im Münchner Lustspielhaus mal wieder Theater. Gemeinsam mit acht tollen Schauspielern, bin ich im lustigsten Bühnenstück der Welt zu sehen. Es heißt „der nackte Wahnsinn“ und schon während der Proben hats mich mehrfach vor Lachen ordentlich gestangelt. Trommelt alle guten Freunde zusammen, schaut vorbei und habt einen mords Spaß!!



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geschrieben von : Michael Altinger am 01.01.2012 um 11:46


Ganzer Platz

28.08.
Ich hab in Innsbruck gespielt und mich in der Innenstadt verlaufen. Ich hatte kein Navi und zu viel Stolz, mich durchzufragen. Also hab ich den Martin angerufen, der war schon im Stadtsaal beim Aufbaun. Er fragte, wo ich mich denn augenblicklich befände und ich antwortete: „Am Ganzer Platz!“ Ich höre Diskussionen am anderen Ende der Leitung und mir wird schließlich erklärt, dass es in ganz in Innsbruck keinen „Ganzer Platz“ gäbe. Ich schaute mich noch einmal um und bekräftigte meine Position: „Ich bin am Ganzer Platz!“ Das ging noch zwei-dreimal so hin und her. Bis ich meine Optik etwas weitwinkliger stellte und erkannte, dass sich über dem Schild „Ganzer Platz“ ein zweites befindet. Nämlich ein rundes Parkverbotsschild. Tja,... ich beendete meinen Anruf ganz schnell und fragte mich lieber durch. Es stellte sich heraus, dass ich mich natürlich direkt an der Rückseite des Stadtsaals befand.
Es wurden drei herrliche Tage.



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geschrieben von : Michael Altinger am 29.08.2011 um 10:34


Nicht rennen!!

04.05.
In Berlin, in einem feinen Restaurant. Eine Horde von fünf Kleinkindern rennt zwischen den Tischen herum und hat großen Spaß. Das Personal toleriert den Tumult säuerlich lächelnd. Offenbar gehören die Kinder zu wichtigen Stammgästen. Eine Mutter steht in der Mitte des Raums und hat ein liebevolles Auge auf die Kinder. Vermutlich, damit sich keines verletzt. Nur der Kleinste von den Kleinen scheint Moralist zu sein. Er rennt hinter den andern Kindern her und brüllt permanent: „Nicht rennen!! Hallo!! Nicht rennen! Die Mama hat gesagt, wir sollen nicht rennen!!...“ Ich schwöre, das ging über knapp zwei Stunden so.
Ich war schwer beeindruckt.



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geschrieben von : Michael Altinger am 04.05.2011 um 08:28


San des Sie?

20.04.11
Hier ein kleines Beispiel, wie Ihr Euch verhalten könnt, für den Fall, Ihr wollt jemanden ansprechen, kommt aber partout nicht auf dessen Namen.
Am Wochenende hat mich nämlich eine Dame auf einer Almhütte überrascht, mit den Worten: „San Sie’s scho? Ge, Sie sans?“ meine Antwort: „Ja, wenn Sie den meinen, der ich bin?“ Sie: „Ja, des san scho Sie. Freili san Sie’s. Hermann!! Er is scho!!!“ Hermann: „Ja freili, i hab Dir ja glei gsagt, dass des der is.“ Sie: „Ja, dann san des Sie.“ Ich: „Ja, des bin i.“
Ich weiß bis jetzt nicht, ob die mich gemeint haben.



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geschrieben von : Michael Altinger am 20.04.2011 um 09:51


Klischée

04.04.11
Vor einer Woche in Aschaffenburg haben der Martin und ich im Hofgarten eine Auseinandersetzung von Jugendlichen mit Pennern erlebt. Ein Jugendlicher brüllte einem alten Stadtstreicher, der auf einer Parkbank saß, die wüstesten Beschimpfungen ins Gesicht.
Ein weiterer Jugendlicher und ein Penner kamen hinzu. Der zweite Penner eröffnete sofort die Schlägerei. Der Martin und ich gingen dazwischen und konnten die Situation einigermaßen beruhigen. Allerdings war ich sehr überrascht, wie schnell ich einem Klischéebild gefolgt war. Für mich war klar: Da sind junge Männer, dort sind alte Männer. Ganz klar: Die Jungen sind die Bösen und die Alten wehrlos. So kennt man das ja aus der Zeitung.
Wie sich aber kurze Zeit später herausstellen sollte, waren es die Penner, die die Jugendlichen beleidigt und provoziert hatten und damit den Streit vom Zaun brachen.



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geschrieben von : Michael Altinger am 04.04.2011 um 10:50


schaut doch mal

03.02.11
Ab und zu kram ich in meinen alten Fotokisten rum, um mich zu vergewissern, ob in der vergangenen Zeit auch ausreichend viel passiert ist und bin dann doch sehr beruhigt, wenn mir von diesen Bildern ein Bursch entgegen schaut, der durchaus waghalsige Dinge mit sich angestellt hat. Es ist also tatsächlich was passiert und ich finds schön und amüsant, wenn ich mir vorstelle, dass einmal ich daraus werden sollte.
Ihr könnt es Euch gerne anschaun! Auf meiner „Altinger mittendrin“-Facebookseite.



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geschrieben von : Michael Altinger am 03.02.2011 um 09:46


alles wird

13.01.11
Ich möchte mich recht herzlich bedanken, für Eure große Anteilnahme! Der Heilungsprozess an meinem Hintern hat sich dadurch merklich verschnellert. Kann mich jetzt wieder wie ein Mensch bewegen und an andere Dinge denken, als an meinen Allerwertesten. Die Geschichten, die ich mir momentan für die nächsten Auftritte ausdenke, haben zwar noch immer vorwiegend mit Schmerzen und dummen Schifahrern zu tun, aber grad drückt mich meine Steuererklärung und ich denke, das wird das Tor zu neuen Themenbereichen sein.



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geschrieben von : Michael Altinger am 13.01.2011 um 08:42


Neustart

04.01.11
So, und dann hatte ich doch mal wieder Lust, mich zu bewegen. Schifahren ist eine tolle Sache. Frische Luft, herrliche Berglandschaften und Bewegung. Luft und Landschaft waren dann auch wirklich einmalig und die Bewegungen hätten sich da sicher gerne angeschlossen. Doch da geschah es. Bereits am Parkplatz, beim Schischuh anziehn. Ich beug mich nach unten und da schießt es mir… nein, nicht ins Kreuz… es schießt mir in die linke Gesäßbacke. Eine völlig neue Erfahrung für mich. Treppensteigen, Autofahren etc. geht seitdem nur noch mit dem rechten Bein. Jede Bewegung, meinen Körper ab der linken Gesäßhälfte abwärts betreffend, zieht ein schmerzhaftes Gejaule nach sich. Vielleicht hätte ich auf das Schi fahren anschließend doch besser verzichtet, mir den Po gekühlt und gewartet, bis mich jemand nach hause fährt. Aber ich hatte den Schipass bereits gekauft und Luft und Landschaft wollte ich mir nicht entgehen lassen. Es war klirrend kalt, doch diese Tatsache entzog sich, dank Arschzerrung, gänzlich meiner Wahrnehmung. Und nun sitz ich da, mit schweren Erfrierungen und einem kaputten Hinterteil. Aber Luft und Landschaft warens in jedem Fall wert. Ich bin glücklich.



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geschrieben von : Michael Altinger am 04.01.2011 um 11:07


Deckel drauf

21.12.10
Und ich hau jetzt den Deckel über dieses Jahr! Keine Auftritte mehr bis 08.Januar! Das gesamte Jahr hab ich gefastet und mich heruntergehungert auf ein Maß, das es mir nun erlaubt, locker 10 Kilo zunehmen zu dürfen. In meinem Keller lagern bereits viele Tierhälften und Beilagen, die in den nächsten Tagen ihrer feierlichen Bestimmung zugeführt werden.
Viele Biere und Weine werden meinen Gaumen erfreuen und mir schließlich so bei den Ohren heraus kommen, dass ich wieder danach lechze, aus meiner Fresshöhle heraus zu kriechen und die Welt zu bespaßen.



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geschrieben von : Michael Altinger am 21.12.2010 um 11:32


Stoffeln

14.12.10
Lustig wird’s erst, wenn Frauen dabei sind. Diese Beobachtung darf ich immer mal wieder machen, wenn größere Männergesellschaften in meiner Vorstellung sitzen.
Ein Chef hatte seine Mannen eingeladen ins Münchner Lustspielhaus, zum Weihnachtsmenü und Kabarett. Und so bildeten sie in der Mitte des Saals einen schweigenden Pulk.
Um diese Männergesellschaft herum saßen allerdings ganz normale Kabarettgäste. Männchen und Weibchen gut gemischt. Und da ging richtig die Post ab. Weil da eben Frauen dabei waren. Denn wenn Frauen amüsiert sind, dann teilen die das umgehend ihrem Gesicht mit und schon wird lauthals gelacht. Und die Männer, die mit am Tisch sitzen, wollen natürlich nicht als fade Stoffeln gelten. Wenn Männer allerdings nur mit Männern am Tisch sitzen, dann bleibt der fade Stoffel eben ein fader Stoffel. Das ist immer so und war gestern mal wieder ganz klar zu beobachten.




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geschrieben von : Michael Altinger am 14.12.2010 um 12:07


auf einer Nebenstrecke

11.12.10
Ich war auf einer verschneiten Nebenstrecke unterwegs und da stand ein Opel Corsa in der Wiese. Ich hielt an und eine junge Frau stieg aus dem Wagen und meinte: „Mi hods aufamoi do einedraht.“ Sie stand offenbar unter Schock, denn fortan wiederholte sie nur noch diesen einen Satz. Ich fragte, ob sie sich denn verletzt habe, ob ich Hilfe holen sollte, ob denn vielleicht schon jemand unterwegs sei. Ihre Antwort lautete stets: „Mi hods aufamoi do einedraht.“ Zwei Kinder kamen von einem Bauernhof angelaufen und meinten, der Papa wäre schon mit dem Bulldog unterwegs. Also konnte ich mich verabschieden und erhielt als Abschiedsgruß von der Frau ein freundliches… genau.




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geschrieben von : Michael Altinger am 11.12.2010 um 12:38
















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